Wie es eben so ist, wenn man tief in sich geht und versucht herauszufinden, wohin man sich mittel- bis langfristig hin entwickeln will: Man zieht sich zurück, analysiert den eigenen Werdegang bis hierhin und fängt an, Dinge zu hinterfragen sowie neue Entwicklungen anzustoßen. Und so gewichte ich gewisse Ziele, die ich in meinem Leben erreichen will, neu. Das heißt wiederum auch, sich von alten Verhaltensmustern zu verabschieden. Ich durchlaufe – kurz gesagt – eine sehr disruptive Zeit. Eine Phase, die mir einiges abverlangt – und in welcher ich mir bewusst eine Struktur schaffe, in welcher ich in Zukunft agieren möchte. Vieles NEU macht das Jahr 2025. Ob es gut wird? Keine Ahnung! Um an dieser Stelle Vincent van Gogh zu zitieren:
„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?“
Eine disruptive Zeit erfordert gelegentlich eine kurze, bewusste Pause.
Die Ideen sprießen nur so vor sich hin. Allerdings strukturiere und gewichte ich diese – eben auch nach Wirtschaftlichkeit. Was von all dem bringt mich – aber auch die Gesellschaft – wirklich weiter? Diese Frage kommt immer wieder vor und kann gelegentlich schon aufs Gemüt drücken. Da hilft es mir, mich an einzelnen Tagen bewusst anderen Tätigkeiten nachzugehen. So habe ich an einem Sonntag im Februar entschieden, mit dem Zug an den wunderschönen Wörthersee zu fahren und bewusst dort das Treiben am Ufer von Pörtschach zu beobachten. Eine bemerkenswerte Aufnahme möchte ich euch hier vorstellen.

Das Bemerkenswerte an dieser Aufnahme
Viele werden auf dem ersten Blick die malerische Kulisse wahrnehmen: Das altehrwürdige Seehotel Astoria, das in einer wunderschönen Umgebung eingebettet, nahezu optimal am Ufer des Wörthersees liegt. Mit fast schon makelloser Aussicht auf den Wörthersee, der an diesem Tag so scheinbar friedlich „da liegt“. Dieser Blick allein verspricht schon eine gewisse Ruhe. Allerdings: Eine vorbeifliegende Seemöwe stört diesen idyllischen Eindruck ein Stück weit. Wie bei einer klassischen „Photobomb“ fliegt es zum Zeitpunkt meiner Aufnahme ins Bild – und damit scheinbar auf mich zu.
Persönliche Gedanken
Als ich diese Aufnahme länger beobachtet habe, entschied ich für mich in einem inneren Monolog: Sei wie die Seemöwe – und übertrage das auf dein Leben. Sei frei, hebe ab, nehme deine Umgebung bewusst wahr, spreche unbequeme Dinge an. Und vor allem: Gehe einen Schritt weiter als die Seemöwe und verändere deine Umgebung. Versuche, deine Lebensumstände in Einklang mit deinen persönlichen Zielen zu bringen. Und schaffe gleichzeitig Mehrwert für diejenigen in der Gesellschaft, die es verdient haben aber noch viel zu wenig Beachtung bekommen. Allerdings: Sei nicht naiv. Nicht jeder Mensch hat dir gegenüber die allerbesten Absichten. Sei unter Umständen bereit, Menschen zu enttäuschen bzw. diese in ihre Schranken zu weißen, wenn sie deine persönlichen Grenzen überschreiten (ob diese das nun bewusst oder unbewusst machen, ist mir inzwischen relativ egal).
Fazit: Eine disruptive Zeit erfordert vor allem Mut.
Für mich ist diese Phase somit ein Anstoß zur Schaffung von persönlichen Strukturen, die mich mittelfristig an meine Ziele heranführen. Ich möchte frei im Denken und Handeln sein. Frei meine Einschätzung äußern dürfen (und im deutschsprachigen Raum ist das – allen Unkenrufen zum Trotz – sehr wohl möglich). Möchte, dass (lokale wie regionale) Zeitungen wieder etwas Hoffnungsvolles zu berichten haben. Das erfordert nicht nur den oft bemühten und viel zitierten „Blick über den Tellerrand“, sondern auch einiges an persönlicher Lebenserfahrung in anderen Regionen Europas. Das bringt eine gewisse Sachlichkeit in die (aus meiner Sicht viel zu hitzige) Diskussion und zeigt nebenbei auf, dass nicht immer alles so schlimm ist, wie es häufig dargestellt wird. Aber eben auch, dass Veränderungen manchmal nötig sind, um Gemeinden, Regionen und andere kritische Infrastrukturen auf ein neues Level zu heben.
Sichtbarkeit und gegenseitige Unterstützung.
Und ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass diese Hoffnung, das konstruktive Handeln, die schönen Seiten und Momente des Lebens sowie die wirtschaftlich sinnvollen Projekte, die in Zukunft in Kooperation mit einigen anderen starken Persönlichkeiten kommen werden, auch auf Social Media gesehen werden. Die Verbreitung dieser konstruktiven Inhalte werde ich vermehrt über Instagram vornehmen. Wir können uns dort gegenseitig folgen und dafür sorgen, dass die Welt wieder ein Stück positiver wahrgenommen wird. Für all das brauche ich in Zukunft resiliente Strukturen – und eine ordentliche Portion Mut. Denn dort, wo man etwas verändern will, stößt man nach wie vor auf wildeste Widerstände. Dieses Thema ist – wie würde Theodor Fontane dazu sagen? – „ein zu weites Feld“. Darum werde ich diese komplexen Angelegenheiten an einer anderen Stelle erörtern. Meine disruptive Zeit tritt damit möglicherweise in die nächste Phase ein.